Allgemeines

Schlechte Phasen

So wie viele andere chronische Krankheiten, hat auch MCAS schlechte Phasen. In dieser Zeit ist es immer sehr schwer den Kopf über Wasser zu halten und sich bewusst zu machen, dass auch diese Phase bald wieder vorbei sein wird. Während schlechten Phasen geht es MCAS-Patienten oftmals durchgehend für Monate schlecht mit gleichen oder abwechselnden und unklaren Symptomen.

Histaminfass

Wie es Lina letztens so schön beschrieben hat, ist zu dieser Zeit oftmals unser Histaminspeicher (oder „Histaminfass“) einfach zu voll und der Körper kann sich aufgrund von äußerlichen Einflüssen nicht regenerieren. Diese können, wie in unserem vorherigen Beitrag beschrieben, Wetterumschwünge, jegliche Anstrengungen, unverträgliche Lebensmittel, Reinigungsmittel oder Parfüms etc. sein. Oftmals sind diese Einflüsse auch nicht feststellbar oder unvermeidbar. Da die Mastzellen in dieser Zeit noch empfindlicher sind als normal, kann es auch oft dazu kommen, dass eigentlich verträgliche Lebensmittel vorübergehend nicht verträglich sind.

Erkennbares Muster?

Seit Jahren fühlte ich mich, fast wie nach der Uhr gestellt, ab dem Herbsteinbruch schlecht. Ich musste viel mehr schlafen, konnte vieles nicht mehr essen, war empfindlicher und es dauerte oft lange um herauszufinden, welche Krankheit gerade noch mitspielt. Wie ihr es in meinem Beitrag über meine Geschichte lesen könnt, begannen meine Krankheiten oft in der Winterzeit und es dauerte Monate bis wir hinter die Ursache kamen und die Behandlung anfangen konnten. Was zudem interessant ist, ist dass es uns MCASlern oftmals zur gleichen Zeit nicht gut geht. Dies liegt natürlich auch an den Wetterumschwüngen. Nichtsdestotrotz ist dieser Aspekt der schlechten Phasen interessant.

Challenges

Während diesen Zeiten ist es schwer das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, besonders durch das nicht weichende Gefühl, dass man einen Rückschlag erlebt und eventuell der Allgemeinzustand schlechter geworden ist. Es ist schwer die Frustration unter Kontrolle zu halten und sich bewusst zu machen, dass alles wieder besser sein wird.

Possible Ways To Deal With It

Es ist schwer sich währenddessen von den Schmerzen, der Angst und Ungewissheit abzulenken. Wir haben mal unsere besten Methoden, um uns abzulenken, herausgesucht:

  • Youtube Videos schauen
  • Verträgliches Lieblingsessen zubereiten
  • Lieblingsserie schauen
  • Handyspiele spielen
  • Schlafen
  • Musik hören oder machen
  • Mit Familie oder Freunde über seine Sorgen und Ängste sprechen
  • Haustiere knuddeln
  • Hobbies so gut es geht nachgehen (zum Beispiel einen Roman lesen, Musik hören, 10 Minuten Sport treiben)

Es tut gut, trotzdem während schlechter Phasen „Erfolge“ zu haben und etwas für die Seele zumachen. Macht irgendetwas, was ihr gerne macht, was eben nicht so körperlich fordernd ist, um eben nicht nichts zu machen. Aber wiederum ist es auch wichtig, nicht zu viel zu wollen… man muss es so hinnehmen, dass es in der Phase so ist, sonst wird man mehr und mehr frustriert und enttäuscht. Falls eurer Körper auch immer recht „spontan reagiert“ und ihr auch recht plötzlich die starken Symptome während einer schlechten Phase bekommt, sucht euch vielleicht irgendetwas, das man zu Hause/im Garten/im nahen Umfeld tun kann, was sich sofort abbrechen lassen würde. Oft ist es ja so, dass es nicht zu sehr um die reine Anstrengung geht, die nicht möglich ist, sondern darum, dass man nicht voraussehen kann, wann man plötzlich überhaupt nicht mehr kann.

Wichtig ist in jedem Fall: auf den eigenen Körper hören! Der weiß selbst am besten ist, wenn er Ruhe braucht, oder er irgendwas nicht will. Oder z.B. irgendetwas bestimmtes anderes will außer Ruhe (evtl. eine Wärmflasche, Äpfel, eine Badewanne, usw.).

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